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Die Ökonomen und Außenhandelstheoretiker selbst sind allerdings nicht
ganz schuldlos daran, dass die »Popularisten« mit ihren Sprechblasen
das Feld dermaßen beherrschen. Viel zu wenig wurde ver- sucht, mit der breiten
Öffentlichkeit in einen Dialog zu treten. Um unser obiges Beispiel aufzugreifen:
Was könnte man dem interessierten Leser zum Thema Weltwirtschaft denn sonst
anbieten? Sicher, es gibt einige sehr gute Lehrbücher, doch ein Lesespaß
sind die nicht. Einige hervorragende Fachleute – wie zum Beispiel Jagdish
Bhagwati von der Columbia University – schreiben zwar Kolumnen in angese-
henen Zeitschriften, veröffentlichen Artikel (etwa in The New Republic) und
treten auch im Fernsehen auf. Doch Kolumnen und Kurzartikel – geschweige
denn das Drei-Minuten-Statement im Fernsehen – sind einfach das falsche
Format für differenzierte, subtile und gleichzeitig abgerundete Gedankengänge.
Dies gilt in besonderem Maße für weltwirtschaftliche Themen, wo alles
in doppelter und dreifacher Wei- se miteinander zusammenhängt. Angesichts
dessen, was ich in Little Rock erlebte (und vor allem be- griff), scheinen mir
die meisten Ökonomen vor allem viel zu viel vorauszusetzen, wenn sie für
eine intel- lektuelle Öffentlichkeit schreiben. Sie setzen beispielsweise
ein Wissen des Lesers darüber voraus, dass ein Land der dritten Welt schon
allein aus »buchhalterischen« Gründen nicht gleichzeitig große
Kapitalzuflüsse und massive Handelsbilanzüberschüsse haben kann.
Eine so angelegte Kommunikation muss zwangsläufig scheitern in einer Welt,
in der ein überzeugendes Auftreten genügt, um jedes Pub- likum Widersprüche
dieser Art vorbehaltlos schlucken zu lassen. (Wie ich aus verlässlicher Quelle
weiß, stammt von einem sehr bekannten »Popularisten« der Satz:
»Welch ein Glück, dass die Öko- nomen so schlecht schreiben!«)
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