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Die Ergebnisse der intensiven wissenschaftlichen Erforschung des internationalen
Handels, wie sie in den letzten zweihundert Jahren – im Grunde seit David
Hume und seinem berühmten Aufsatz »On the balance of trade« –
stattgefunden hat, werden im öffentlichen Diskurs so gut wie völlig
ausgeblendet. Statt dessen dominiert die glatte Rhetorik derer, die sich gern
den Anschein der Scharfsinnigkeit geben, ohne sich aber über die Dinge groß
den Kopf zu zerbrechen. Leider nimmt dies inzwischen so große Ausmaße
an, dass jemand, der sich anhand der populärwissenschaftlichen Literatur
(im Gegensatz zu einschlägigen Lehrbüchern) zum Thema informieren will,
überhaupt nicht bemerkt, dass es noch etwas anderes – und Besseres
– gibt.
Doch wo liegen eigentlich die Gründe für diese volkstümliche
Oberflächlichkeit der öffentlichen Debatte? In gewissem Maße
spielt natürlich der Faktor Mensch – das Allzumenschliche –
eine Rolle. Die intel- lektuelle Trägheit wird nicht auszurotten sein,
auch nicht bei den klugen Köpfen. Eine weitere Ursache ist sicherlich die
Tatsache, dass die Ökonomen allgemein immer mehr an Einfluss verlieren.
Das hohe Ansehen, das der Berufsstand noch vor einer Generation genoss, hatte
viel mit Keynes und dessen makroökonomischer Theorie zu tun. Inzwischen
aber gibt es die makroökonomische Theorie nicht mehr. Außerdem spielen
heute die Medien eine beträchtliche Rolle. Viele Zeitungs- und Zeitschriftenheraus-
geber stützen sich lieber auf die Meinung der Flachgeister der populärwissenschaftlichen
Fraktion, als sich mit den leider komplexen Gedankengängen derer auseinanderzusetzen,
die von der volkswirtschaft- lichen Gesamtrechnung etwas verstehen und wissen,
dass die Handelsbilanz auch etwas mit der Diffe- renz zwischen Sparen und Investieren
zu tun hat. Tatsächlich gehören einige wichtige Herausgeber –
ich denke etwa an James Fallows von The Atlantic oder Robert Kuttner von The
American Prospect – selber dem Lager der »Popularisten« an.
Sie benutzen ihre Magazine ganz offen als Plattform für eine Art Kreuzzug
gegen die seriösen Intellektuellen.
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